Krankengymnastik bei Mukoviszidose (CF) im Kindesalter

Mukoviszidose (=zystische Fibrose, cystic fibrosis, CF) ist eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Sie gehört zu den seltenen Erkrankungen. In Deutschland leben bis zu 8.000 Patienten mit Mukoviszidose.

Diese Therapie richtet sich an Kinder mit CF bzw. an Kinder mit einer charakteristisch ähnlichen Atemwegserkrankung wie die CF.

Bei Mukoviszidose verstopft zäher Schleim die Bronchien. Keime finden somit einen idealen Nährboden und können sich ansiedeln, der Körper kann darauf mit einer chronischen Entzündung reagieren. Ziel der Therapie ist es daher, den Schleim aus den Bronchien zu lösen.


Folgende Gesichtspunkte sind in der physiotherapeutischen Behandlung von Bedeutung:

  • Die Förderung des Sekretes und die Erleichterung des Abhustens
  • Die Verbesserung der Atemtechnik und Atemtiefe
  • Die Beeinflussung der Beweglichkeit der Wirbelsäule

Je nach Alter des Kindes kann sich eine unterschiedliche Gewichtung und Reihenfolge der Therapie ergeben.

In der Therapie wird das Kind zur Bewegungsfreude motiviert und in jeder Behandlung seine Ausdauer gefördert. In der Säuglingszeit findet meist eine kombinierte Behandlung nach dem Bobath und/oder Vojta-Konzept statt. So wird die sensomotorische Bewegungsentwicklung des Kindes gefördert und die Beweglichkeit der Wirbelsäule verbessert. Ein wichtiger Aspekt der Therapie ist die Anleitung der Eltern zur Umsetzung im häuslichen Umfeld. Denn durch eine gute und konsequente Therapie kann der Krankheitsverlauf sehr günstig beeinflusst werden.

In der Säuglingsbehandlung überwiegen die passiven Techniken, die im Kleinkindalter zunehmend durch aktive Techniken ergänzt und teilweise ersetzt werden.

Weitere Informationen unter: www.muko.info