Physiotherapie mit Therapiehund

„Ein Hund dringt in Welten ein, zu denen kein Mensch mehr die Erlaubnis bekommt auch nur anzuklopfen.“


Hallo,

mein Name ist Mala. Ich bin ein Königspudelmädchen und wurde am 15.11.2018 in Thüringen mit meinen neun Geschwistern geboren. Im Alter von 8 Wochen war es dann endlich soweit. Am 12.01.2019 durfte ich bei meinem Frauchen Lisa einziehen. Mit 10 Wochen begleitete ich sie dann auch schon das erste Mal in die Praxis, um von Beginn an die Abläufe vor Ort kennenzulernen. Seitdem bin ich mindestens zwei Mal in der Woche bei der Arbeit dabei und lerne dabei viele tolle Menschen kennen. Aktuell befinde ich mich in der Grundausbildung, lerne demnach erstmal alle Grundregeln, die ich im Zusammenleben mit Menschen brauche. Ziel ist es mit Lisa eine Therapiehunde-Team-Ausbildung zu absolvieren.

Da ich eine noch junge, sehr aufgeweckte, neugierige und doch manchmal tollpatschige und stürmische Hündin bin, brauche ich klare Regeln, um zu wissen, was ich darf und was nicht. Um ein schönes Miteinander zu ermöglichen, gibt es folgendes im Umgang mit mir zu beachten:

  • Auch wenn ich für Essen immer zu haben bin, füttert mich bitte nicht. Demnach bitte ich alle Eltern darauf zu achten, dass die Kinder nicht bereitwillig ihre Belohnung mit mir teilen wollen.  
  • Im Normalfall bin ich in der Praxis an der Leine oder befinde mich in einem der Räumlichkeiten bei meinem Frauchen. Falls ich mich doch ohne Leine bewegen sollte, ruft mich nicht einfach, da ich mich im Training befinden könnte. Ich werde zwar immer besser darin auf mein Frauchen zu hören, aber die Freude darüber Menschen zu begrüßen, kann ab und zu dann doch überwiegen. 
  • Wenn ich euch zu stürmisch bin oder ihr keinen Kontakt mit mir möchtet, dreht mir bitte den Rücken zu. So verstehe ich am besten, dass ich mich zurückhalten muss. Ich bitte auch alle Eltern darum, ihren Kindern zu erklären, dass sie nicht wegrennen sollen, wenn ich ihnen nicht geheuer bin.
  • Wenn ich mit meiner Leine auf meiner Decke liege oder an einer Tasche, dann bedeutet das, dass ich dort bleiben muss, mich möglicherweise im Training befinde oder eine Pause mache. Gönnt mir diese Pause bitte, da so ein Arbeitstag ganz schön anstrengend sein kann.
  • Wenn jemand Angst vor mir hat, sagt das ganz offen. Entweder direkt bei Lisa oder an der Rezeption bzw. beim behandelten Therapeuten. Lisa wird dann darauf achten, dass ich auf Abstand bleibe oder auf Wunsch ein langsames Annähern ermöglichen.


Neben der kleinen Gebrauchsanweisung für mich, möchte ich euch gerne noch aufführen, welche Effekte die tiergestützte Therapie haben kann:

  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung der Selbstregulation
  • Förderung der Sozialkompetenz
  • Abbau von Stress- und Spannungszuständen
  • Abbau von Angstzuständen
  • Förderung von Motivation und Antrieb
  • Normalisierung des Blutdrucks
  • Tonusregulation
  • Verbesserung der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung und Motorik
  • Förderung von Grob- und Feinmotorik
  • Ablenkung von Schmerzzuständen
  • Förderung der Kommunikation und Kontaktfähigkeit

 

Falls weitere Fragen bestehen sollten, scheut euch nicht diese zu stellen. Ich freue mich über eine schöne gemeinsame Zeit.

Liebe Grüße, Mala mit ihrem Frauchen Lisa